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Der akute Ausfall des Gleichgewichtsorgans (= Neuronitis vestibularis, akute periphere vestibuläre Funktionsstörung):
Hier erfolgt der Funktionsverlust teilweise oder vollständig. Die Funktionsbeeinträchtigung geschieht meist als Folge einer lokalen Durchblutungsstörung. Nicht selten im Anschluss an einen grippalen Infekt der oberen Atemwege. Das Hörorgan und das Gleichgewichtsorgan liegen anatomisch nah beieinander und oft kommt es im Rahmen der beeinträchtigten Funktion des Gleichgewichtsorgans auch zu Hörstörungen. Bemerkbar macht sich die Funktionseinbusse beim Patienten durch plötzlichen Drehschwindel mit Übelkeit, Erbrechen sowie Gangunsicherheit. Oft kommt es zu vegetativen Begleitreaktionen wie Herzrasen, Hitzewallungen oder Schweissausbrüchen. Symptome wie Kribbeln in den Armen, Probleme zu Sprechen oder Lähmungserscheinungen deuten auf ein neurologisches Krankheitsbild hin.
Meist bessert sich der Schwindel innerhalb von Tagen und verschwindet nach wenigen Wochen vollständig.
Im akuten Anfall können als unterstützende Massnahmen durchblutungsfördernde Medikamente, Mittel gegen die Überkeit und Flüssigkeitsprodukte eingesetzt werden. Meist bedarf es nach Abklingen der akuten Phase eines strukturierten Schwindeltrainings (ev. physiotherapeutisch assisitiert).
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